Poesie/Regeneration

Mir fiel in letzter Zeit teilweise auf, dass ich selber immer mehr alles in poetischer Verfassung aufwirken lasse-
An sich keine schlechte Variante, sich den Kopf frei zu sprechen in dieser Art der kommunikation, dennoch gruselig..
Gruselig weil heutzutage, die einste Form der Reimerei oder der Bewissenheit (Klugscheisserei?) sich entfernt hat..
Aber mir selber tut es gut.. immerhin löst es Gedanken besser auf als jegliche "normale" Konversation
Als würde man Ahoi-Brausepulver mit Lösemittel ins Gehirn schmeißen und dann warten bis der Knall knallt..
Wie fang ich am besten an? Vielleicht lege ich mal ein paar vergangene Wochen hier nieder und nehme sie als Tagebuch


Seit Wochen, wenn nicht einem Monat, beobachte ich den Gang der Sonne und des Wetters..
Beschauderlich erklingt es mir, dass ich in dieser grausamkeit der Kälte mich selbst finde
Wo ich doch den Menschen immer wieder verklage, welche (Mist-) Gestalt er doch ist, so bin ich auch nicht besser.
Die Sonne blutet mehr und mehr, je öfter ich an Ihr vorbeilaufe, je öfter ich in ihr Errinerungen finde.
Ich kann mich immer wieder dran errinern, wie sehr ich doch mich selber mit Blut bemalt habe.
Wie stolz ich da stand, im Gras, befriedigend an dem Tod den ich brachte.. und dem Recht.
Ich errinere mich, wie meine geliebte Mutter-Natur mich immer wieder rief, dass sie mich in den Arm nehmen wollte.
Dieser Wille ist nach einiger Zeit verflogen, aber die Menschen um einen können immer wieder manch Dinge erwecken.
Jetzt ist es aber nicht nur Blut, was ich auf meiner Haut trage, es ist mehr als nur psychische Demut.
Es ist Farbe, die mein Wille doch begehrt.. Farben die mich eintauchen lassen in Emotionen und Gedanken.
Immer mehr fehlt es mir, Worte zu finden, wo ich jetzt bin.. ich weiß es selber nicht.

Aber Gott sei Dank kümmert mich das nicht, letztendlich sterben wir so oder so
>>"Warum soll ich mein Bett machen? Ich leg mich doch so oder so wieder rein!"<<
In meinen Gedanken höre ich es immer wieder so

>>"Warum soll ich essen/atmen/schlafen? Ich sterbe doch so oder so irgendwann!"<<
Fantastisch beschreibt man kleinen Kindern, wie groß diese Welt anscheinend sei.
Wie unendlich, unfassbar groß, voller Herausforderungen und Fragen..
In meinen Augen erfasse ich nicht viel davon.. ausser unendlichen,unfassbar großen Lügen.
Diese Welt ist klein, zumindest was der Mensch hier alles erschaffen hat, was aus seiner Hand kommt.
Wie er doch immer wieder in seinem Herzen behauptet, dass er mehr erschaffen hat, als jeglich anderes hier..
Ich kenne nur die Natur, dass was vor den Menschen war, dass was "NICHT" sterblich ist, all dies ist unsterblich
Beruhigend seh ich wie Wasser fließt, Wind weht, Gras wächst, Tiere laufen,schwimmen,fliegen...
Ich habe meine eigene Unendlichkeit, aber diese andere Unendlichkeit ist nicht mehr zu beschreiben.
Nichteinmal mehr von der eigenen Unendlichkeit selber vielleicht, dennoch ist sie da in ihrem Wesen und Herzen
Ich habe jemanden gefunden, der so denkt, so lebt, so willigt, wie ich... manchmal ist dieser Mensch eine Art Hoffnung.
Hoffnung darauf, dass wohlmöglich, nicht alle Menschen mit Unwissenheit gefüllt sind.. Es beruhigt,wenn auch eigenartig

Manchmal starre ich in meiner Bettruhe, zum Fenster.. in den Himmel und wünschte dieser Mensch sei hier..
Oder er könnte mich zumindest belehren.. was wir hier zum hochstands Peter wie hier eigentlich vollbringen..

 

Es gibt sicher noch mehr zu schreiben, aber ich behalte meine schriftliche Grenze
Vielleicht fahre ich auf einer anderen Seite damit fort?

Ich hatte so oder so vor, ein Tagebuch anzulegen..
Jetzt müsste ich nur noch den Sinn nochmal finden, für all das hier..
Hach.. wo war er denn gleichnochmal... ?

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